Geriatrics : Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen (Springer-Lehrbuch)

Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen (Springer-Lehrbuch)

EUR 19,95


Klasse Überblick - Fürs Studium Q7 oder auch für die Arbeit in der Klinik - einfach klasse!Wirklich empfehlenswert.

Eine starke Heranführung an ein wichtiges Thema - Da bedurfte es trotz der schon lange bekannten Brisanz der Bevölkerungsentwicklung im Gesundheitswesen erst der Änderung der Approbationsordnung, bis die Geriatrie als eigenes Querschnittsfach so richtig Eingang in die Medizinerausbildung fand. Ein weitere Tatsache ist, dass trotzdem die Medizin des alten Menschen in der Ausbildung oft immer noch so gehandhabt wird, als handele es sich um Innere Medizin bezogen auf alte Menschen. Dem entsprechend wird auch in Krankenhäusern noch zu oft nach dem Prinzip verfahren: Für jede Krankheit eine eigene Therapie. 10 Krankheiten = 10(oder mehr)Medikamente, so als ob es sich um eigenständige Akutsymptome handelt, die jeden Tag aufs Neue gelindert werden müssen.Genau dieses Problem wird in wohltuender Weise in diesem Buch aufgegriffen. Denn exakt nach dem Bewusstsein, dass der zumeist multimorbide geriatrische Patient ein ganz eigenständiges und integratives Gesamttherapiekonzept benötigt, wurde auch der Inhalt strukturiert. Nicht organbezogene Symptome mit ihren entsprechenden Krankheitsbildern stehen hier im Vordergrund, sondern die dem geriatrischen Patienten eigenen syndromalen Problemfelder wie Gebrechlichkeit, Immobilität oder Mangelernährung, die durch verschiedene Krankheitsbilder bedingt sind, diese aber auch wieder bedingen, werden erläutert. Die Methode, mit der die Autoren die Kapitel aufbauen, trägt dabei voll und ganz moderne Züge. Eingeleitet mit einem Fallbeispiel, welches die Diagnose jedoch nicht explizit verrät, werden Fragen an den Leser rund um das Problem gestellt und dann thematisch bearbeitet. So führt das Fallbeispiel einer Dame, die zunehmend an Kraftminderung leidet, durch die weiterführenden Fragen hin zu den Facetten von Gebrechlichkeit als geriatrisches Syndrom , welches mit seinen Definitionen aus einer Vielzahl diagnostischer Möglichkeiten und der Interaktion der Symptome allererst ein Gesamtbild entstehen lässt. Mit kurzen und dabei aussagekräftigen Texten, untermalt mit entsprechenden Tabellen und Grafiken, werden diese Fragen abgearbeitet und am Ende des Kapitels wiederholt, diesmal aber mit den aus den Kapitelinformationen abzuleitenden Antworten (z.B. zum weiteren Vorgehen und zur Diagnose). Ganz zum Schluss werden dann noch einmal die wichtigsten Infos als Kurzzusammenfassung wiedergegeben, was beim Nachschlagen besonders wertvoll ist. Mit dieser Methode haben die Autoren nichts weiter getan, als das Konzept des Problemorientierten Lernens zu übernehmen, welches in sog. Reformstudiengängen schon gang und gäbe ist und medizinische Probleme nicht fachbezogen sondern fallbezogen und somit interdisziplinär angeht. Und in diesem Buch wird deutlich, dass das komplexe Feld der Medizin des alten Menschen nur auf diese Weise sinnvoll zu beschreiten ist.Natürlich haben sich die Autoren bemüht, sich kurz zu fassen. Gerade bei therapeutischen Strategien wünscht man sich die eine oder andere Erläuterung mehr, um nicht woanders nachschlagen zu müssen. Pfiffig und motivierend sind die Fallquizfragen zur MC-Vorbereitung. Insgesamt bietet dieses Buch, das mit seinem gefälligen Layout auch sehr übersichtlich bleibt, eine hervorragende Einführung ins Feld des ärztlichen Umgangs mit alten Menschen als Patienten UND Menschen, auch und gerade für Nicht-Geriater, nicht zuletzt indem es für eine komplexe und interdisziplinäre, aber auch würdevolle Betrachtungsweise des Themas sensibilisiert. Es sei jedem angehenden Arzt, ob im Krankenhaus oder in der eigenen Praxis empfohlen, da der Umgang mit alten Patienten notwendigerweise bei jedem Mediziner in Deutschland immer mehr Raum einnehmen wird.




Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen (Springer-Lehrbuch)